Berufsbörse bietet Einblicke in über ein Dutzend verschiedene Berufsfelder

 Berufsexperten geben Schülern Orientierungshilfe

Berufsbörse bietet Einblicke in über ein Dutzend verschiedene Berufsfelder

Biedenkopf Wie urteilt ein Richter in einem Prozess? Was verdient man als Bankkaufmann? Und wie sieht eigentlich der Alltag eines Journalisten aus? Bei der Berufsbörse der Lahntalschule und des Rotary-Clubs Biedenkopf konnten die Oberstufenschüler wieder alle ihre Fragen zu verschiedenen Berufen an die anwesenden Experten loswerden. Über 30 berufserfahrene Praktiker aus über einem Dutzend verschiedener Berufsfelder waren dazu in die Schule gekommen, um sich den Fragen der Schüler zu stellen und ihnen dadurch eine Orientierungshilfe bei der Ausbildungs- und Berufswahl zu bieten. Denn für die Jugendlichen, die noch fest im Schulleben verwurzelt sind, sei es manchmal nicht ganz einfach, sich bei der Vielzahl an Berufen zurechtzufinden, erklärte Tobias Roth, Berufskoordinator an der Lahntalschule das Angebot der Berufsbörse, die vor 18 Jahren ins Leben gerufen wurde. Hier könnten die Schüler gezielt Experten ansprechen und sich so aus erster Hand über die jeweiligen berufe informieren. Das bringe mehr, als sich allgemeine Informationen etwa aus dem Internet zusammenzusuchen, da im Rahmen der Gespräche gezielte Fragen geklärt und so im besten Falle auch Entscheidungshilfen für oder gegen einen Beruf gegeben werden können. Davon machten die Schüler auch rege Gebrauch, um sich über ihre Fragen ein besseres Bild von den jeweiligen Berufen machen zu können. So klärte Polizei-Pressesprecher Jürgen Schlick die Jugendlichen etwa darüber auf, wie ein typischer Alltag eines Polizisten aussieht und Richterin Melanie Heinek gewährte Einblicke in die Arbeit der Justiz. Aber auch die Vertreter der heimischen Banken stellten sich den Fragen der Schüler, die unter anderem wissen wollten, wie es bei den Geldhäusern mit Weiterbildungsangeboten aussieht. Hier berichtete Timo Heck von der Eigenmarke BankColleg des Genossenschaftsverbands der Volks- und Raiffeisenbanken, die ein berufsbegleitendes Studium anbietet. Darüber sei eine Weiterbildung zum Bankfachwirt, Bankbetriebswirt und Diplom-Bankbetriebswirt möglich, erklärte er. Darüber hinaus gebe es aber auch Vollzeitstudiengänge in Form von StudiumPlus mit Bachelor oder Masterabschluss. Bevor die Experten aus dem Nähkästchen plauderten, konnten interessierte Schüler an einem Vortrag teilnehmen. Dabei informierte Daniel Brunner über die Digitalisierung in der Arbeitswelt. Eine Erkenntnis aus seinem Vortrag war etwa, dass die zunehmende Digitalisierung zwar Arbeitsplätze koste, dafür aber auch noch Möglichkeiten und Jobfelder entstehen. Deswegen sei es wichtig, offen für Neues zu sein – zum Beispiel auch für Berufe, die es derzeit noch gar nicht gebe, die aber durch den Wandel irgendwann entstünden. (val)

Foto: val

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