„Bunte Stunde“ bietet instrumentale Vielfalt, von der andere Schulen träumen

Lahnatschüler funkeln als musikalische Edelsteine

„Bunte Stunde“ bietet instrumentale Vielfalt,
von der andere Schulen träumen

Biedenkopf Mit ihrer dritten „Bunten Stunde der Musik“ haben die Lahntalschüler ein Kaleidoskop der instrumental-musikalischen Arbeit an der Schule vor ihrem Publikum ausgebreitet. Dabei staunten die gut 150 Besucher, wie vielfältig das Instrumentalangebot an dem Gymnasium ist. Nicht weniger als 13 verschiedene Instrumente erklangen an diesem Abend – sowohl solo, als auch in kleinen Ensembles. Dabei kamen keineswegs nur die klassischen Instrumente zum Einsatz, die ohnehin zum Repertoire jeden Musikunterrichts gehören wie Flöten, Gitarren und Klavier. Ebenso füllte Robin Ehnert die Aula mit dem kräftigen Klang seines Horns zu der Filmmusik „Double Trouble“ aus Harry Potter, überraschten Marie Donges und Klaus-Jürgen Höfer mit einem Fagott-Duett und erfreuten Hanna Bäcker, Leni Heidbrink und Jana Stadler das Publikum als Cello-Trio. Und als sei das noch nicht Vielfalt genug, begeisterten Hanna Hansen und ihre Mutter Karin Runzheimer-Hansen sogar noch mit einem Harfen-Duett. Dass zwei Harfen in einem Schulkonzert erklingen, sei bislang einzigartig an der LTS Biedenkopf, stellte Musiklehrerin Bianca Nassauer fest, die die „Bunte Stunde“ federführend zusammen mit den Schülern organisiert hatte. Dafür, wie auch für einige der anderen Instrumente, sei sie von Musikkollegen an anderen Schulen bereits ungläubig beneidet worden, berichtete Nassauer. Denn ein solcher Reichtum unterschiedlicher Instrumentalisten an einer Schule sei keineswegs selbstverständlich. Das sei vielmehr auch ein Verdienst der Instrumentalklassen, die an der Lahntalschule seit acht Jahren angeboten werden. Neben der instrumentalen Vielfalt bot die „Bunte Stunde“ aber auch einen wunderbaren Einblick die verschiedenen Niveau- und Leistungsstufen der Musikschüler. Vor allem zum Ende hin hätten die Schüler aus den höheren Jahrgangsstufen mit teils anspruchsvollen Konzertkompositionen geglänzt – darunter etwa Lina Blöcher, die bei ihrem Geigenspiel des Rondeau aus Mozarts Sonate in Es-Dur (KV 302) von Klaus-Jürgen Höfer am Klavier begleitet wurde, oder auch die von Kira Nassauer, Johanna Rompf und Carolin Ehnert auf der Querflöte vorgetragenen Klezmer-Stücke. Hinzu kamen etliche beeindruckende Solo-Darbietungen wie die von Leona Leng, Carlotta Bach, Tabea Müller und Fanni Racz am Klavier. Letztere habe sich das Spiel sogar als Autodidaktin selbst beigebracht, betonte Bianca Nassauer. Einen Dank richtete sie aber nicht nur an die Schüler, die einen facettenreichen Konzertabend gestaltet haben, sondern auch an ihre Kollegen Klaus-Jürgen Höfer und Karl-Wilhelm Müller, die die Schüler musikalisch begleitet haben. Zudem waren auch einige Eltern eingesprungen, um den Nachwuchs zu unterstützen. So begleitete Wolfgang Hoffmann sowohl seine Tochter Ronja bei deren Kontrabass-Spiel, wie auch Sohn Joshua mit der Oboe am Klavier. Und auch Klaus Mälzner, der die Musiker ins richtige Licht gerückt und für den passenden Sound gesorgt hatte, bekam ein extra dickes Dankeschön ausgesprochen. Am Ende der „Bunten Stunde der Musik“ stand dann einmal mehr fest: An der Lahntalschule gibt es eine ganze Reihe musikalischer Edelsteine, die alle in einer anderen Klangfarbe funkeln. (val)

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