Lahntalschüler lernen, was Teamwork mit Suchtprävention zu tun hat

Gemeinsam Versuchungen widerstehen

Lahntalschüler lernen, was Teamwork
mit Suchtprävention zu tun hat

Biedenkopf Was hat Suchtprävention mit Sport zu tun? Die Antwort auf diese Frage haben die Siebtklässler der Lahntalschule Biedenkopf in dieser Woche spielerisch ergründet. Im Rahmen ihrer Suchtpräventionswoche absolvierten sie einen Sporttag, bei dem an mehreren Stationen verschiede Aufgaben bewältigt werden mussten. So galt es etwa, eine Murmel durch Rohrstücke, die die Jugendlichen in Händen hielten, einmal quer durch die Turnhalle laufen zu lassen. Wäre gar nicht schwer, wenn ausreichend Rohrstücke vorhanden gewesen wären. Aneinandergehalten deckte die Verbindung jedoch gerade einmal ein Viertel der gesamten Strecke ab, sodass die Teilnehmer vom hinteren Ende mit ihrem Stück schnell nach vorne laufen mussten, sobald die Kugel ihren Teil verlassen hatte, um es dort anzuhalten und so die Reichweite des Rohres zu verlängern. An einer anderen Station mussten sich alle Teilnehmer einer Gruppe auf ein Stück Stoff stellen, auf dem vielleicht vier bis fünf Personen Platz fanden. Eine Gruppe bestand jedoch aus mehr als doppelt so vielen Teilnehmern, sodass auch hier der Einfallsreichtum der Jugendlichen gefragt war. Teilweise nahmen diese einander Huckepack oder stellten ihre Füße aufeinander, um die Herausforderung zu lösen. Eine weitere Aufgabe bestand darin, durch einen Hula-Hoop-Reifen zu schlüpfen. Allerdings bildeten die Teilnehmer dabei einen Kreis, indem sie einander an den Händen fassten. Und der durfte auch nicht geöffnet werden. Darüber hinaus mussten die Schüler durch das Ziehen von Seilen den Inhalt einer Schüssel in einem Topf schütten, ohne beides zu berühren, oder einen Turm aus Holzklötzen bauen, wobei die Bausteine ebenfalls nicht angefasst werden durften. Was das alles mit Drogen und Sucht zu tun hat, versuchte Wolfgang Schilling den Schülern nach jeder erfolgreich absolvierten Aufgabe in einem Resümee zu vermitteln. Unter anderem stellte er die Frage, was die jeweilige Herausforderung sie gelehrt habe. Darauf stellten die Jugendlichen ganz treffend fest, dass sie im Team mehr erreichten und sich gegenseitig helfen könnten. Und genau so sei es auch mit einer Sucht, erklärten die Lehrer. Alleine könne es schwer fallen, Herausforderungen zu meistern und Versuchungen zu widerstehen. Gemeinsam gelinge das sehr viel leichter. Ein starker und intakter Freundeskreis sei deswegen für ein sicheres und solides Leben sehr wichtig. (val)