Teamspiele zeigen, wie wichtig Freunde sind

Teamspiele zeigen, wie wichtig Freunde sind

Wer unter einem Suchtproblem leidet,
kann es ohne Hilfe nicht bekämpfen

Biedenkopf Wer bei Problemen nicht weiterkommt, sollte nicht davor zurückscheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das haben die Siebtklässler der Lahntalschule Biedenkopf jetzt in mehreren Selbstversuchen gelernt. Im Rahmen einer Suchtpräventionswoche stand für sie ein Aktionstag in der Sporthalle auf dem Programm, bei dem sich die Schüler verschiedenen Herausforderungen stellen mussten. Allen Aufgaben gemein war dabei, dass sie ausschließlich im Team bewältigt werden konnten. An einer Station mussten die Schüler etwa eine Murmel einmal quer durch die Halle rollen lassen – allerdings nicht auf dem Boden, sondern in Rohren. Und von diesen standen pro Gruppe auch nur sechs Stück zur Verfügung. Wer die Aufgabe lösen wollte, musste eine lange Leitung bilden, wobei die Schüler am einen Ende mit ihrem Rohrstück schnell nach vorne laufen mussten, sobald die Kugel an ihnen vorbeigerollt war, um die Leitung entsprechend zu verlängern. An einer anderen Stelle mussten sich die Mitglieder einer Gruppe im Kreis aufstellen und durch koordiniertes Ziehen an Schnüren verschiedene Klötze aufnehmen und zu einem Turm aufschichten. Auch das funktionierte nur, wenn sich die Gruppe absprach und jeder mit seinem Nebenmann Hand in Hand arbeitete. Die Slackline, die inmitten der Halle gespannt war, hätte mit ein wenig Körpergefühl sicherlich auch alleine überquert werden können. Viel einfacher gelang der Balanceakt jedoch mit der Unterstützung einiger Freunde, die dem Balancierenden Halt gaben. Und auch die Spinnennetzübung in der kleinen Turnhalle ließ sich nur in Teamarbeit bewältigen. Hier mussten die Mitglieder einer Gruppe nämlich durch die verschiedenen Fächer eines aus Seilen gespannten Spinnennetzes schlüpfen. Bei den Quadranten im unteren Bereich war das noch einfach. Doch gerade bei den oberen Quadranten mussten die Teilnehmer von ihren Kameraden angehoben und durch die Öffnungen geschoben werden, ohne dass sie selbst etwas dazu hätten beitragen können. Und was hat das Ganze nun mit Suchtprävention zu tun? Für Lehrerin Andrea Schneider, die die Aktionswoche mit organisiert hat, steht ganz klar fest: Wer ein Suchtproblem hat, kommt damit nicht alleine zurecht, sondern braucht Hilfe von Freunden. Genau das hätten die Schüler mit dem Sporttag gelernt. (val)