Schüler schlüpfen in die Rollen von Vögeln

Schüler schlüpfen in die Rollen von Vögeln

 

Biedenkopf (sval). Wie gut sie sich im und mit dem Wald auskennen, konnten die Siebtklässler der Lahntalschule Biedenkopf nun bei den Jugendwaldspielen des Schulbiologiezentrums und des Forstamts zeigen. An zehn verschiedenen Stationen waren allerlei Wissen, aber ach Fertigkeiten rund um den Forst gefragt. Dabei konnten die Schüler mit ihrem Wissen aus dem Biologieunterricht glänzen: Zum Beispiel, indem sie die Frage, wie viele Baumarten es in Hessens Wäldern gibt, richtig mit 30 beantworteten oder die natürlichen Funktionen des Waldes benennen konnten. Dazu gehören neben dem Lebensraum für Tiere und Pflanzen auch Lärm- und Windschutz, aber auch die Sauerstoffproduktion sowie die Funktion als Wasserspeicher. Zudem stellt der Wald auch einen Wirtschaftsfaktor dar. Hier klärte Förster Volker Immel die Schüler über den Unterschied zwischen Raum- und Festmetern auf, wobei sie beides anhand von konkreten Beispielen vor Ort bestimmen und ausrechnen mussten. Ebenso gehörte die Frage danach, woran man kranke Bäume erkennen kann und mit welchen Mitteln diese Schäden aufgehalten werden können, zu den Aufgaben, mit denen die Forstleute und Lehrer den Jugendlichen auf den Zahn fühlten. Neben all dem theoretischen Wissen war aber auch praktischer Einsatz gefragt. So mussten die Siebtklässler etwa verschiedene Tiere anhand deren Felle, Pfoten oder Geweihe erkennen oder anhand einer Baumscheibe das Alter des Baumes bestimmen, indem sie deren Jahresringe zählten. Besonders beliebt bei de Jugendlichen waren aber die Stationen, bei denen ganzer Körpereinsatz gefragt war. Der Klassiker war dabei das Holzsägen, bei dem die Gruppen in einer bestimmten Zeit so viele Scheiben wie möglich von einem Baumstamm absägen müssen. Um die Teilnehmer zusätzlich zu motivieren, wurden dabei sogar zwei Sägestationen nebeneinander aufgebaut, sodass jeweils zwei Teams gegeneinander antreten konnten. In einem weiteren Spiel schlüpften die Schüler in die Rollen von Vögeln auf der Suche nach geeignetem Nistmaterial für ihre Nester. Dazu mussten sie als Mannschaft unter 24 Blumentöpfen versteckte Materialien finden, die sich für diese Aufgabe eignen. Als Ergänzung zu den Aufgaben und Fragen rund um den Wald hatte sich das Schulbiologiezentrum in diesem Jahr eine weitere kleine Herausforderung für die Schüler einfallen lassen. Damit ihnen auch in den Leerlaufphasen zwischen den Aufgaben nicht langweilig wurde, mussten sie sich auf ihrem Rundweg an den Stationen vorbei ein Waldgesicht ausdenken und dieses aufschreiben.

Mit einem Zollstock messen die Schüler einen Holzstapel aus,
um schließlich herauszufinden, was ein Raummeter ist.
Beim Wettsägen konnten in diesem Jahr
sogar zwei Gruppen gegeneinander antreten.