WU-Chemie Schülerinnen und Schüler verabschieden sich mit der Herstellung von Benzin

WU-Chemie Schülerinnen und Schüler verabschieden sich mit
der Herstellung von Benzin

Nachdem nun alle Wettbewerbe eingereicht worden sind, stand als letzte Einheit im Chemie-Wahlunterricht die Organik auf dem Programm. Nach einer kurzen Einführung in die Chemie der Alkane mit Hilfe der qualitati-ven Elementaranalyse, hat der Kurs die verschiedenen Stoffe im Feuerzeuggas mit Hilfe unseres Schüler-Gaschromatographen sichtbar gemacht. Es wurden die Nachfüllgase verschiedener Hersteller miteinander verglichen, was eine Überprüfung der Angaben auf dem Etikett ermöglichte. Fazit: Wo Butan draufsteht, ist zwar auch Butan drin, jedoch auch viele weitere Stoffe, wie Methan, Ethan, Propan und Wasserstoff etc.
Wo diese fossilen Brennstoffe eigentlich herkommen und wie sie im Erdölgemisch voneinander getrennt werden, verriet uns die berühmte Erdöl-Maus! Da die fraktionierte Destillation von Erdöl bei weitem nicht die Nachfrage an Brennstoffen deckt, müssen Stoffe, die größere Moleküle enthalten, gecrackt (engl. (to) crack – knacken) werden, um daraus kleinere Moleküle für die Kraftstoff- und Kunststoffindustrie herzustellen. So haben wir am letzten Tag das nicht brennbare Paraffinöl per katalytischem Cracken in Benzin, Diesel und brennbare Gase umgewandelt. Auch Feuerzeuggas wurde dem katalytischen Crackprozess unterworfen. Den Verlauf der chemischen Reaktion haben unsere Computerspezialisten aus dem ehemaligen Info-Kurs mit dem Schüler-GC verfolgt, indem mehrmals Proben der Crack-Produkte gezogen und untersucht wurden. Aus den schon kleinen (oben genannten Molekülen) sind dabei weitere, noch kleinere Moleküle entstanden.