Erinnerung an die Pogromnacht vom 9. November 1938

Erinnerung an die Pogromnacht vom 9. November 1938

Gedenken unter Corona-Bedingungen

Im Gedenken an die Menschen, die in der NS-Zeit ermordet wurden, wurden in der ersten Stunde biographische oder fiktive Erzähltexte in allen Lerngruppen gelesen. Sie regten zum Austausch und zur Diskussion an. Gerade in Zeiten, in den Antisemitismus wieder deutlicher spürbar wird, sind deren Thematisierung sowie das Einschreiten gegen jegliche Form von Diskriminierung umso notwendiger.
Herzlichen Dank an die AG „Schule mit Courage“ und an Frau Grimmeisen für die Vorbereitung. Der folgende Text wurde von zwei Schülerinnen der Klasse 6b geschrieben:

Dieser schlimme Tag ging in die Geschichte ein. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 geschah in Deutschland ein schlimmes Verbrechen. 1933 war Adolf Hitler zum Reichskanzler gewählt worden und er schaltete alle anderen Parteien aus. Er hasste Juden und andere Menschen. Sie wurden aus Sportvereinen ausgeschlossen und mussten auf extra Schulen für jüdische Kinder gehen. Doch dann wurde es immer schlimmer. Juden durften bestimmte Berufe nicht mehr ausüben, durften nur zu bestimmten Zeiten einkaufen gehen, mussten einen gelben Stern mit der Aufschrift „Jude“ tragen. Viele Menschen waren leider Anhänger von Adolf Hitler und standen den Juden nicht zur Seite. Die Menschen setzten sich nicht für Gleichberechtigung ein
In der Pogromnacht wurden jüdische Wohnungen und Geschäfte verwüstet, Fenster, Möbel und anderes gingen zu Bruch. Die Polizei half nicht den Juden, sondern den Zerstörern. Für uns ist es heute kaum vorstellbar, dass die eigene Familie verfolgt wird und die Polizei nicht hilft. Später wurden die Juden verfolgt, gequält und ermordet.

So etwas sollte nie wieder passieren! Dafür sollten sich alle einsetzen.
Alle Menschen haben das Recht zu leben.

Benita Föste, Clara Schneider 6b

Foto: Terno / LTS