Das Klassentheaterstück „Hier geblieben“ im Französischunterricht

Die Französischklassen von Frau Leuthold und Frau Dülfer hatten das Vergnügen, gemeinsam ein sogenanntes „Klassentheater“ zu erleben. Dieses bestand darin, dass Schauspieler vom Stadttheater Marburg an unsere Schule kamen und uns im umgebauten Raum 131 ihr Stück präsentierten.

Dieses beschäftigt sich mit dem Thema Abschiebung von Immigranten und weist auf das Aktionsprogramm „Hier geblieben! Für ein Bleiberecht von Kindern, Jugendlichen und deren Familien“ hin. Das Ganze wurde an dem Beispiel des Hauptcharakters Tanja verdeutlicht und ergänzte und veranschaulichte unsere Unterrichtsreihe, die genau diese Thematik mittels der Lektüre Visa pour l’inconnu von Maxime Gillio behandelte.

Tanja lebt in Berlin seit ihre Familie 1995 aus Bosnien floh, um in Deutschland Asyl zu beantragen. Hier geht sie zur Schule und hat viele Freunde, so wie jedes andere normale Kind auch. Doch eines Tages steht die Ausländerbehörde im Klassenzimmer und nimmt Tanja mit. Grund dafür ist, dass ihre Familie abgeschoben werden soll. Sie soll wieder zurück in ihr Geburtsland gebracht werden. Doch ihre Mitschüler und Freunde bleiben nicht untätig und beginnen gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin, um das Bleiberecht von Tanja und natürlich auch ihrer Familie zu kämpfen, was am Ende tatsächlich gelingt. Tanja darf bleiben.

Ziel dieses Theaterstückes ist es, junge Menschen zu ermutigen, im Fall einer spürbaren Ungerechtigkeit den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern sich lautstark zu wehren.

Das Feedback zu dieser besonderen Vorstellung fiel sehr gut aus. Das Thema war toll ausgewählt und die Darbietung der Schauspieler wurde als sehr lebhaft und authentisch beschrieben.

Außerdem war so ein Klassentheater mal Unterricht auf ganz andere Art, somit eine rundum gelungene Aktion, die bei den Schülern auf Begeisterung traf.

Ein Bericht von Anna-Lena Ament und Peace Solomon Obong