Berufsbörse der LTS und des Rotary Club

Wie geht’s weiter nach der Schule?

Berufsbörse der LTS und des Rotary Club bietet Schülern Entscheidungshilfen

Biedenkopf (val).Je näher das Ende der Schulzeit rückt, desto dringlicher stellt sich die Frage, wie es danach weitergeht: Studium, Ausbildung, Soziales Jahr oder vielleicht doch erst einmal eine Auszeit nehmen? Entscheidungshilfen haben die Lahntalschüler jetzt im Rahmen einer Berufsbörse erhalten, zu der die LTS in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Biedenkopf eingeladen hatte. Dabei beantworteten über 40 junge und erfahrene Profis aus 15 verschiedenen Berufsfeldern die Fragen der Schüler oder plauderten einfach ein wenig aus dem Nähkästchen, worauf es in den verschiedenen Berufen ankommt, wie die tägliche Arbeit aussieht oder welche Ausbildung dafür nötig ist. So konnten die Schüler Amtsgerichtsdirektor Mirko Schulte ebenso auf den Zahn fühlen wie Dekan Gerhard Failing, einem Bundeswehrsoldaten, Softwareentwicklern oder Journalisten. Darüber hinaus standen auch Experten aus dem Finanzsektor, den Naturwissenschaften oder künstlerischen Berufen bereit, um die Fragen der Jugendlichen zu beantworten. Ziel der Börse sei es, den Schülern nicht nur ein möglichst breites Spektrum an verschiedenen Berufen zu eröffnen, sondern sie auch hinter deren Kulissen blicken zu lassen, erklärte Rotary-Präsident Burkhard Schuldt. Denn viele Schüler hätten zwar ungefähre Vorstellungen von Berufen oder tendierten zu einem bestimmten Bereich, oft fehlten ihnen aber noch einige Puzzlesteine, um sich ein Gesamtbild machen und für einen bestimmten Beruf entscheiden zu können. Zu den Profis, die sich den Fragen der Schüler stellten, gehörte auch Finanzminister Thomas Schäfer, selbst ehemaliger Lahntalschüler, der aufgrund seiner Laufbahn sowohl zum Rechts-, wie auch dem Bankenwesen Auskunft geben konnte. Zuvor hatte Schäfer jedoch in einem Vortrag darauf hingewiesen, dass bei der Auswahl von Bewerbern für einen Beruf heutzutage mehr denn je die so genannten „sozialen Kompetenzen“ ein wichtige Rolle spielen. In einer immer enger vernetzten Welt bildeten Fähigkeiten wie Teamarbeit, Flexibilität und sich schnell auf andere Menschen und neue Situationen einstellen zu können, wichtige Wettbewerbsvorteile, die man sich auch antrainieren könne, erklärte der Minister. Teamfähigkeit etwa werde in Vereinen vermittelt – egal ob Sport- oder Gesangsverein. Es gehe hauptsächlich darum, zusammen mit anderen an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten. Als nächsten Schritt empfahl er, selbst einmal Verantwortung zu übernehmen zum Beispiel als Trainer oder Betreuer in einem Verein oder auch als Vorstandsmitglied. Aus eigener Erfahrung könne er sagen, dass das, was durch die Vereinsstrukturen vermittelt wird, später auch im Berufsleben von Nutzen sein wird.