Kunstprojekte der LTS

(Alt-) ägyptische Gottheiten und Hieroglyphen
Ein Kunstprojekt der Klassen 6c und 6d

In den vergangenen Wochen wurde im Jahrgang 6 in Geschichte das Alte Ägypten behandelt. Passend dazu haben wir uns auch in Kunst mit den alten Ägyptern befasst: Welche Schriftzeichen haben sie verwendet? Auf welche Materialien haben sie geschrieben? Woran glaubten sie? In diesem Zusammenhang haben wir uns einen Film zur Entdeckung des Grabes von Tutanchamun angeschaut.

Unsere Entdeckungen haben wir anschließend küntlerisch umgesetzt:

  • Die alten Ägypter benutzten die Hieroglyphen-Schrift und schrieben mit Bambusfedern auf Papyrus. >  Wir haben unsere eigenen Namen in Hieroglyphen-Schrift mit Tusche und Feder auf Papyrus geschrieben.
  • Die alten Ägypter glaubten daran, dass Götter (wie Anubis) sie ins Jenseits begleiteten und sie auf ihrer Reise beschützten. > Wir haben uns aus mehreren Göttern eine kleinformatige Figur ausgewählt und sie mittels Rastervergrößerung vierfach vergrößert.
  • Die Farben, die in der Grabkammer von Tutanchamun häufig auftreten, sind: Gold, Weiß, Schwarz, Grau, Königsblau, Türkis, Rot, Naturtöne (Braun, Ockergelb, Orange) > Wir haben die Götter in diesen Farben gestaltet. Dabei haben wir den Hintergrund mit goldener Acrylfarbe, die Götter selbst deckend mit Buntstiften ausgemalt. Schließlich haben wir alle Konturen mit schwarzem Fineliner hervorgehoben.

    Annette Fischbach-Koch

Schraffur: Übung macht den Meister…

Ja, das Schraffieren haben wir ausgiebig geübt. Zuerst mal haben wir uns Schraffuren von Giorgio Morandi angesehen. Dabei galt es erst mal zu begreifen, dass man verschiedene Oberflächen nicht nur durch farbiges Ausmalen kenntlich machen kann, sondern auch durch viele dicht neben- oder übereinander gezeichnete Striche / Linien. Je dichter die Striche nebeneinander liegen, bzw. je öfter sie sich überlagern,  desto dunkler wirkt ein Schatten. Außerdem lässt sich durch die Striche (Richtung, Länge, Form, festes/leichtes Aufdrücken) die Oberflächenbeschaffenheit eines Stoffes ausdrücken.

Das haben wir in mehreren Übungen ausprobiert: mit dem Bleistift, dem Buntstift und schließlich mit der Radiernadel. Als Motive konnten die Schüler*innen unter einer Vielzahl von Kunstwerken berühmter Künstler wie z. B. Van Gogh, Monet, Vermeer auswählen. Nach gelungenem Druck bestand die weiterführende Aufgabe darin, die Radierung noch farbig auszugestalten. Dabei sollte das vorher gedruckte einfarbige Motiv noch besser zur Geltung kommen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen! Sie zeigen allerdings die bekannten Kunstwerke aufgrund des Wendens der Druckplatte seitenverkehrt.

Annette Fischbach-Koch

Nur ein paar schwarze Linien !?
Ein Kunstprojekt im Jahrgang 5

Wir haben uns im Jahrgang 5 Zeichnungen angesehen, auf denen nur mit schwarzem Stift Linien dicht nebeneinander gezogen worden waren.
Dabei haben wir festgestellt, dass da viel mehr zu sehen war als nur Linien. Alle Zeichnungen weckten in uns räumliche Eindrücke: Wir sahen Höhlen, Wellen, Täler, Hügel, Bäume, Wurzeln, Felswände, Getreide, das sich im Wind bewegt, und, und, und … Und so probierten wir es selbst aus.
Die Schüler*innen der Klassen 5c und 5d zeichneten vier verschiedene Einzelbilder zu folgenden Themen: 1) Linien mit einem Hindernis, 2) Wellen, 3) Bäume, 4) Kurze Striche bzw. Schiffe auf dem Wasser (mit Wasserfarbe).
Nach einer kleinen Hilfestellung bezüglich möglicher Bleistift-Vorzeichungen konnte jede(r) sich für das jeweilige Lieblingsbeispiel entscheiden bzw. selbst kreativ werden. Hinterher waren wir begeistert von der räumlichen Wirkung der eigenen Werke. Unten findet ihr ein paar Beispiele.

Allerdings: Ganz so einfach, wie es aussieht, war die ganze Sache nicht. Wir mussten schon sehr genau darauf achten, dass sich die Linien möglichst nicht berührten und dass keine zu großen Abstände dazwischen entstanden. Denn: Wenn die Abstände zu groß sind, ist die räumliche Wirkung dahin 😉.

Annette Fischbach-Koch

Spieledesign in der Kunst-AG

DIXIT – er/sie/es hat gesagt. …nein, heute gibt es keine Vorstellung lateinischer Konjugation, sondern einen kleinen Einblick in ein Projekt, das die Kunst-AG (5-8) in den Wochen vor Weihnachten beschäftigt hat. Die Schülerinnen haben nämlich intensiv an der Gestaltung eines eigenen DIXIT-Spieles gearbeitet.

DIXIT wird vornehmlich mit Bildkarten gespielt. Die Spieler übernehmen dabei die Rolle des Erzählers und wählen ein aussagekräftiges Wort oder erzählen eine kleine Geschichte zu ihrer verdeckten Bildkarte. Danach suchen die anderen eine eigene Bildkarte aus, die aus ihrer Sicht am Besten zu der gemachten Aussage des Erzählers trifft. Anschließend werden die Karten gemischt vom Erzähler aufgedeckt und die Spieler müssen erraten, welches die Karte ist, die er Erzähler zu Beginn der Spielrunde ablegte. Danach werden die Punkte verteilt und die Figuren auf dem Spielbrett gezogen.

In der Kunst-AG gestalteten die Schülerinnen nicht nur Spielbrett und Spielfiguren, sondern auch insgesamt über 80 DIXIT-Karten. Der Kreativität der Bildmotive war kein Ende gesetzt, zudem DIXIT gerade dann besonders Spaß macht, wenn die Bildmotive vielerlei Interpretationsmöglichkeiten und surreale Motive besitzen. Zudem arbeiteten die Schülerinnen in unterschiedlichen Techniken, was das Spiel aus künstlerischer Sicht besonders reizvoll macht.

Solltet Ihr also noch ein eigenes Kunstprojekt suchen, das ihr zu Hause eigenständig umsetzen könnt, so lasst Euch gerne von den Karten und Spielbrettern, die hier vorgestellt werden, inspirieren. Ihr benötigt nur Papier, Pappe und Malutensilien – schon kann es losgehen. Viel Spaß dabei!

A. Kappeler-Meyer

Altbekanntes neu entdeckt – Architektur in Biedenkopf

Im Sommer 2021 machte sich die Klasse 7c mit den Smartphones auf, und fotografierte – nach im Unterricht erarbeiteten Regeln zur Architekturfotografie – interessante architektonische Gebäude in und um Biedenkopf. Häufig wählten die Schülerinnen und Schüler das Biedenkopfer Schloss oder die Lahntalschule als Bildmotiv. Es entstanden aber auch Fotografien von Backhäusern, Rathäusern, Kirchen oder Fachwerkbauten. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten im Internet zu den fotografierten Gebäuden und verfassten kurze Informationstexte. Es war schön zu erleben, wie altbekannte Gebäude von der Klasse plötzlich in neuem Licht gesehen wurden.
Danach fertigten die Schülerinnen und Schüler in Handarbeit Linoldruckplatten der einzelnen Gebäudefotografien an. Hierzu übertrugen sie die gespiegelten Fotografien 1:1 auf die Linolplatten und schnitten das Motiv sorgsam aus. Abschließend druckten die Schülerinnen und Schüler ihre Platten einhändig an der Druckerpresse. Die Linoldrucke der gesamten Klasse sind seit circa einem halben Jahr im ersten Obergeschoss der Lahntalschule ausgestellt. Schaut gerne noch einmal vor dem baldigen Ausstellungswechsel vorbei und entdeckt die Architektur in Biedenkopf und Umgebung neu.
Angela Kappeler-Meyer

Vulkanausbruch bei Nacht

Aus aktuellem Anlass haben wir uns zunächst Fotos von Vulkanausbrüchen des Cumbre Vieja auf La Palma angesehen. Die Bilder des aktiven Vulkans haben uns tief beeindruckt. Vor allem die kontrastreichen Aufnahmen in der Dämmerung oder bei Nacht haben uns beschäftigt. Im Rahmen des Themas „Farbe als Material“ haben wir dann mit Naturmaterialien und Gewürzen Farben hergestellt, indem wir sie mit Acryllack gebunden haben. Durch die Verwendung von Kohle, Kakao, Kaffee und Sand ließen sich Geröll und Gestein des Vulkans gut plastisch darstellen. Lava haben wir mit Kurkuma, Curry und Paprika leuchtend gelb, orange und glühend rot gestaltet. Das Blau des Nachthimmels wurde durch Bauholz, Kohle und eine kleine Menge blauer Pigmente erzielt. Verschiedene Arten des Farbauftrags (spritzen, tupfen, laufen lassen) sowie unterschiedliche Werkzeuge (Borstenpinsel, Spachteln, Wattestäbchen, Schwämme, Spritzflaschen) wurden vewendet. Am Ende waren wir begeistert von unseren Ergebnissen.
Annette Fischbach-Koch