Einsatz für psychische Gesundheit: Drei unserer Schüler/innen beim ZDF-Dreh (PUR+) für das Deutsche Zentrum für psychische Gesundheit

An zwei Tagen im April standen drei Schüler/innen unserer Schule, Yehor Kostylov, Egor Vorobyev und Mathilda Heun, vor der Kamera des ZDF PUR+. Gedreht wurde für den PUR+ Beitrag „Was bringt Digital Detox? PUR+ findet es heraus”. Als Kulisse wurde das Haus der Jugend in Marburg genutzt.

Was ist das DZPG?

Yehor Kostylov, Egor Vorobyev und Mathilda Heun betätigen sich ehrenamtlich im Kinder- und Jugendrat (KiJuRa) des Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG). Der gemeinsame Standort Bochum-Marburg des DZPGs hat das Ziel, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Um das Ziel zu erreichen, dass auch wirklich über Themen geforscht wird, die Kindern und Jugendlichen wichtig sind und diese auch verständlich formuliert werden, hat Marburg 2022 den KiJuRa gegründet! In dem KiJuRa sind alle Kinder und Jugendliche willkommen und können jederzeit mitmachen. Der KiJuRa trifft sich einmal im Monat im Haus der Jugend. Dort kann man auch unsere drei Schüler:innen antreffen. Das wichtigste im KiJuRa ist, dass alles partizipativ stattfindet, das heißt, dass die Kinder und Jugendlichen mitbestimmen und entscheiden können, was und wie es gemacht wird.

Der Bericht in in der ZDF-Mediathek abrufbar! (bitte anklicken)

Wie kam es dazu?

Das ZDF PUR+ Team hat eine Anfrage an Professorin Dr. Hanna Christiansen (Philipps-Universität Marburg) zum Thema Social Media/Bildschirmzeit gestellt. Der KiJuRa hat zu dem Zeitpunkt vor kurzem die erste partizipative Studie durchgeführt mit dem Ergebnis, dass einige Schüler/innen Schwierigkeiten im Umgang mit Social-Media berichten. Daraus ist die Idee von ZDF PUR+ entstanden, den KiJuRa bei der nächsten partizipativen Studie zu begleiten. Die endgültige Entscheidung, ob mit PUR+ ein Beitrag gedreht werden soll oder nicht, lag bei den Jugendlichen.

Daraufhin wurde ein dreiviertel Jahr die Bildschirmzeit-Studie im KiJuRa vorbereitet. Die Forschungsfrage, die sich der KiJuRa gestellt hat, war: Wie verändert sich die psychische Gesundheit, wenn Kinder und Jugendliche ihre Bildschirmzeit um 50% reduzieren?

Insgesamt hat die Umfrage drei Wochen gedauert. In der ersten Woche wurde die Ausgangssituation festgehalten. In der zweiten Woche sollten alle Teilnehmenden ihre Bildschirmzeit in der zweiten Woche zu 50% reduzieren. Am Ende der dritten Woche sollte zurückgeblickt werden, ob sich etwas nach der Reduzierung geändert hat.

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass sich die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verbessert, wenn sie weniger Zeit an Bildschirmen verbringen.

Warum ist das besonders?

Die Bildschirmzeit Studie ist die erste Studie von Jugendlichen für Jugendliche zum Thema Bildschirmzeit. Die meisten Studien wurden entweder von Erwachsenen für Jugendliche durchgeführt oder es wurde sogar nur untersucht, was eine hohe Bildschirmzeit mit Erwachsenen macht und nicht mit Kinder und Jugendlichen.

Durch den KiJuRa haben zwei Mitglieder im Juni eine Reise nach Berlin antreten dürfen. In Berlin haben sie auf dem Deutschen Psychotherapie Kongress die Studie mit den Ergebnissen vorgestellt. Eine davon war unsere Schülerin Mathilda Heun.

Wie geht es weiter?

Der KiJuRa wird in den nächsten Treffen entscheiden, welche weitere Themen untersucht werden.

Außerdem findet am 27.08.2026 ab 16 Uhr das Sommerfest des DZPG in Marburg statt. Dazu sind alle herzlich eingeladen (Anmeldung bis 19.08 über bit.ly/3TLUKo5 oder dzpg@uni-marburg.de). Auf dem Sommerfest wird gemeinsam der PUR+ Beitrag angeschaut, über ein Social Media Verbot für Jugendliche diskutiert, gemeinsam gebastelt und vieles mehr.

Wenn noch weitere Fragen oder Interesse zur Studie und zukünftigen Projekten im KiJuRa bestehen, dann kann man sich jederzeit per E-Mail an dzpg@uni-marburg.de wenden.Hier findet man noch weitere Informationen zum KiJuRa:

https://www.uni-marburg.de/de/fb04/dzpg/mitmachen/jugendrat