Jannis Müller vertritt Hessen beim
Bundeswettbewerb Jugend forscht
Jannis überzeugte mit seinem Projekt “Spektroskop – Alles nur Licht” auch beim hessischen Landeswettbewerb von Jugend forscht am 18./19.März in der Firmenzentrale von Merck in Darmstadt. Obwohl er bei „Jugend forscht Junior“ bereits einige Erfahrungen sammelte – im letzten Jahr sogar Landessieger im Finale -, stand diesmal altersbedingt die Teilnahme bei „den Großen“ an. Das bereitete Jannis zunächst ein mulmiges Gefühl, schließlich hängt hier die Messlatte höher, die Konkurrenz ist größer, älter, erfahrener: Insgesamt 75 Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren mit 39 kreativen und innovativen Projekten aus den Bereichen Arbeitswelt, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik hatten sich vorher in den neun hessischen Regionalwettbewerben als Sieger ihres Fachbereiches durchgesetzt. Wer jetzt gewinnt, kommt in die Bundesrunde – in Einzelfällen auch mal darüber hinaus nach Europa oder in die USA! Manchmal zeichnet der Bundespräsident persönlich aus. Ganz schön viel Druck!
Unter dem Motto „Ich gebe mein Bestes, dabei sein ist alles“ meldete Jannis sich an und begann mit der Arbeit: Ein von den Chemikern entsorgtes, sehr zerfleddertes Spektroskop, das wegen der hochwertigen Bauteile in der Physiksammlung landete, weckte Jannis’ Forschungsdrang: Mit seinem Betreuer Roland Pfleging studierte er Schaltpläne und Aufbau, schließlich programmierte er einen Arduino, der den Schrittmotor des Reflexionsgitters antreiben und die Ausgangsspannung des Photomultipliers messen sollte. Probleme wurden bewältigt, Umwege in Kauf genommen, dann war es so weit: Jannis konnte ein erstes Spektrum messen. Alle Höhen und Tiefen, Erkenntnisse und Ergebnisse präsentierte Jannis in seiner schriftlichen Arbeit – höchstens 15 Seiten war die nächste Herausforderung. Unsere Kollegin Anja Hoffmann half beim Feinschliff, auch Layout, Formulierungen, Zeichensetzung und Rechtschreibung mussten stimmen.
Nach dem Sieg beim Regionalwettbewerb in Gießen präsentierte Jannis nun an zwei Tagen sein Projekt: Jurygespräche, Presseinterviews, Fototermine. Aber auch ein interessantes Rahmenprogramm für die Jungforscherinnen und Jungforscher durfte nicht fehlen. In der Feierstunde mit über 200 zusätzlichen Gästen in der werkseigenen Sporthalle von Merck – imposante Bühne und Buffet im Anschluss – führte Moderator Aljoscha Höhn durch das Programm. Chief People Officer Khadija Ben Hammada, Mitglied der Geschäftsleitung vom Merck, beeindruckte mit ihrer spontan auf Englisch gehaltenen Begrüßung. Auch vier Betreuer wurden von Dr. Jessica Bönsch, Geschäftsführende Vorständin von Jugend forscht, ausgezeichnet: “Jugend forscht bietet mehr” – ein Vernetzungswochenende in Dortmund für unseren Kollegen Roland Pfleging.
Endlich sollten die Landessiegerinnen und Landesssieger verkündet werden – die Spannung stieg unter den Teilnehmenden: Jannis wurde mit dem ersten Preis in Physik ausgezeichnet und darf jetzt das Bundesland Hessen beim Bundeswettbewerb bei der Schaeffler AG in Herzogenaurach vertreten. Außerdem erhielt er einen Sonderpreis der Carl Zeiss SMT GmbH, ein Forschungspraktikum bei ZEISS Halbleiter-Technologie. Im anschließenden Gespräch mit den Juroren, die mit der Preisübergabe zu Beratern wurden, erhielt Jannis wertvolle Tipps und Hinweise für die Weiterarbeit bis zum Bundeswettbewerb.
Noch zu erwähnen ist, dass Jannis parallel zu Jugend forscht auch noch beim Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“ eine Klausur auf Landesebene geschrieben hat und dabei immerhin den zweiten Platz auf Hessenebene belegen konnte. Auch hier ist er nun qualifiziert für die nächste Runde in Stuttgart, die im Juni stattfinden wird.
Wenn ihr jetzt Lust habt, selbst bei Jugend forscht teilzunehmen oder auch nur darüber nachdenkt, meldet euch bei Frau Hoffmann oder Herrn Pfleging oder schaut einfach mal bei www.jugend-forscht.de vorbei. Dabei sein ist alles – manchmal geht aber mehr!