Mathematik-Asse schreiben Schulgeschichte:
Historischer Doppelsieg an der Lahntalschule
Rechnen kann jeder – aber komplexe Probleme mit kühlem Kopf und messerscharfer Logik zu lösen, ist eine Kunst für sich. Zwei Schülern der Lahntalschule (LTS) ist dies nun in einem Maße gelungen, das selbst die Schulleitung zum Staunen brachte: Thea Weigand und Till Walter haben beim diesjährigen Hessischen Mathematikwettbewerb ein historisches Ergebnis für ihre Schule eingefahren.
Noch nie zuvor in der Geschichte der Lahntalschule gab es ein solches Resultat: Die beiden Nachwuchstalente setzten sich nicht nur in der ersten Runde als Schulsieger durch, sondern triumphierten auch in der zweiten Runde auf Kreisebene. Ein Doppelsieg, der Seltenheitswert hat.
Ein Lob der Logik in der Schulaula
Kürzlich herrschte feierliche Stimmung in der Aula der LTS. Schulleiterin Sabine Schäfer-Jarosz ließ es sich nicht nehmen, die herausragenden Leistungen persönlich zu würdigen. In ihrer Rede betonte sie sichtlich beeindruckt, dass sie solch hohe Ergebnisse an der Schule noch nicht erlebt habe.
Doch was macht diesen Wettbewerb so schwierig? Der landesweite Mathematikwettbewerb, an dem jedes Jahr alle hessischen Achtklässler teilnehmen, ist kein gewöhnlicher Test. Er verlangt den Schülern in Pflicht- und Wahlaufgaben alles ab: „Es ist etwas ganz Besonderes, sich dieser Herausforderung zu stellen“, so der Tenor der Schulleiterin. Gefragt sind hier nicht nur auswendig gelernte Rechenwege, sondern echtes logisches Denken und eine hohe individuelle Problemlösekompetenz.
Glanzleistungen im Kreisvergleich
In der zweiten Runde, in der die Schulsieger gegeneinander antraten, bewiesen die LTS-Schüler Nervenstärke: Till Walter (Klasse 8E) sicherte sich einen hervorragenden 4. Platz, während Thea Weigand (8a) mit dem 6. Platz ebenfalls die vordersten Ränge stürmte.
Als Anerkennung für diese „Mathe-Magie“ erhielten die beiden Kreissieger Präsente, die von Birgit Grimmeisen teils selbst hergestellt und vom Verein der Freunde und Förderer gesponsert wurden. Auch die Mathematiklehrer Daniela Imhof und Mark Stoll waren sehr stolz auf ihre Schützlinge, denn selbst wenn in der finalen dritten Runde auf Landesebene am 12. Mai in Aßlar die Karten neu gemischt werden, ist eines bereits jetzt klar: Thea und Till haben bewiesen, dass man mit Köpfchen und Leidenschaft selbst die schwierigsten Formeln knacken kann.
Mit diesem Erfolg im Rücken blickt die gesamte Schulgemeinde stolz auf ihre Rechenkünstler, die gezeigt haben, dass Mathematik an der Lahntalschule weit mehr ist als nur trockene Theorie – sie ist eine echte Erfolgsstory.