Geschichten im Advent

Liebe Schulgemeinde!

Einige Schülerinnen und Schüler aus der 5f möchten die Schulgemeinde auch in diesem Jahr mit Geschichten durch die Adventszeit geleiten, die im Rahmen des Deutschunterrichts entstanden sind. 

Viel Spaß mit Erzählungen rund um das Thema Weihnachten wünschen die Klasse 5f, Frau Mink und Herr Hutt. 

1. Geschichte: Chaos in der Weihnachtswerkstatt

Es war eine Woche vor Weihnachten in der Weihnachtswerkstatt, und die Geschenke wurden erst jetzt produziert. Deshalb herrschte in der Fabrik Chaos. Die Elfen stritten sich dadurch sehr viel. Ein Elf namens John meinte: „Weihnachten wird nicht stattfinden, wenn wir so weitermachen!“ Ein anderer rief: „Das stimmt!“ Die anderen kleinen Helfer stimmten zu.

Die Elfen fingen nun an zu arbeiten, und eine Weile lang hat das auch ganz gut funktioniert. Plötzlich vertauschte Theodor die Farben und brachte alles durcheinander! Er goss die blaue Farbe über die Puppen, die eigentlich pink sein sollten, und alle Autos, die blau sein sollten, waren pink! Die Elfen flippten aus, und im Nu wurde es lauter und lauter! Die Arbeiter schrien: „Wieso hast du das getan!?“

Der Weihnachtsmann hörte den Lärm aus seinem Haus und kam in die Fabrik. Er schimpfte: „Was ist das denn für ein Lärm!?“ Die Elfen erzählten ihm, was passiert war, und der Weihnachtsmann ging wieder in sein Haus zurück, nachdem sich alle wieder beruhigt hatten.

Die kleinen Helfer fingen nun von vorne an, ohne sich zu streiten, aber sie hatten nicht mehr so viel Lust zu arbeiten wie vorher. Dennoch kamen sie mit der Arbeit in der Weihnachtswerkstatt gut voran. So schafften sie es tatsächlich noch rechtzeitig bis Weihnachten, alle Geschenke für die Kinder fertigzustellen.

Eine Woche später, an Heiligabend, flog der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten und seinen Rentieren los. Der Schlitten war bis oben hin voll beladen, und er brachte allen Kindern pünktlich die Geschenke. Als der Weihnachtsmann und seine Gehilfen mit dem Verteilen fertig waren, feierten sie ausgelassen eine Party. Sie waren so erleichtert, dass sie alle Geschenke rechtzeitig an die Kinder austeilen konnten. Bis spät in die Nacht hinein feierten alle zusammen und freuten sich auf ein schönes Weihnachtsfest.

Von Niklas Horn aus der Klasse 5F

2. Geschichte: Der Weihnachtsmann auf der Suche

Es war einmal ein Weihnachtsmann, der jeden Tag Geschenke bastelte. Jedes Kind bekam immer das, was es haben wollte. Tag und Nacht brachte sein Elf ihm Briefe, auf denen die Wünsche der Kinder standen. Der Weihnachtsmann sagte: „Irgendwann schaffe ich das nicht mehr.“

Sein Elf antwortete: „Ich mache meine Arbeit so lange, wie ich sie kann.“

Dann sprach der Weihnachtsmann erschöpft: „Dieses Jahr ist die Arbeit sehr, sehr schwer, da alle Elfen außer dir krank sind. Außerdem haben wir nur noch fünf Tage bis Weihnachten.“

„Du hast recht, aber jetzt wieder an die Arbeit, schließlich haben wir noch viel vor uns“, antwortete sein Elf.

Am nächsten Tag ging die Arbeit wieder ganz normal weiter. Es kamen Briefe mit Wünschen, und der Weihnachtsmann stellte her, was auf den Zetteln stand. Doch plötzlich kamen keine Zettel mehr an! Der Weihnachtsmann rief verwirrt zu seinem Elf: „Wo bleiben die nächsten Wunschzettel?“

Es kam jedoch keine Antwort. Der Weihnachtsmann ging, schaute nach, wo sein Elf war, aber es gab keine Spur von ihm.

Der Weihnachtsmann sagte: „Ich warte noch eine Stunde, und wenn er dann immer noch nicht da ist, werde ich nach ihm suchen. Es ist ja erst 4:00 Uhr morgens, vielleicht holt er ja neue Briefe aus dem Postzentrum. Aber er sollte sich beeilen, in vier Tagen war schließlich schon Weihnachten.“

Minuten vergingen. Als die Stunde vorbei war, beschloss der Weihnachtsmann, nach seinem Elf zu suchen. Er packte seine Sachen und machte sich auf den Weg in den Wald.

Als er im Wald ankam, wusste er nicht, in welche Richtung er gehen sollte. Der Weihnachtsmann entschied sich, tiefer in den Wald hineinzugehen. Als er die Mitte des Waldes erreicht hatte, hielt er an, um zu schlafen.

Am nächsten Tag ging er weiter und begegnete unterwegs vielen Tieren. Nachdem er den Waldrand erreicht hatte, sah er ein Lebkuchenhaus und ging hinein. In dem Lebkuchenhaus aß er etwas und fand einen Zettel, auf dem stand:

„Lieber Weihnachtsmann, falls du meine Spur bis hierhin verfolgt hast, rette mich! Der böse Lebkuchenmann hält mich in seinem Lebkuchenschloss gefangen.“

Der Weihnachtsmann machte sich mithilfe einer Karte, die er im Lebkuchenhaus gefunden hatte, auf den Weg zum Lebkuchenschloss. Nachdem er stundenlang erfolglos gesucht hatte, begegnete er einer Lebkuchenfrau und fragte sie:

„Weißt du, ob das Lebkuchenschloss dahinten auf dem Hügel ist?“

„Du musst noch einen Hügel weiter nach Norden laufen, dann erreichst du das Lebkuchenschloss“, antwortete die Lebkuchenfrau.

Der Weihnachtsmann folgte ihrem Rat und ging einen Hügel weiter. Auf dem nächsten Hügel sah er das Lebkuchenschloss. Er dachte: „Wie schaffe ich es, in das Schloss einzudringen?“ Es sah so unglaublich riesig aus.

Als er fast dort war, stürzte der Weihnachtsmann durch eine Falltür und landete in einen dunklen Raum.

Er dachte sich: „Nur keine Panik, vielleicht finde ich ja einen Ausgang.“ Der Weihnachtsmann suchte den Raum ab und fand eine versteckte Tür. Er ging hindurch und war im Keller des Schlosses angekommen. Der Weihnachtsmann wusste noch nicht, wo er suchen sollte. Plötzlich wurde er von jemandem geschubst und landete im Kerker des Schlosses. Der böse Lebkuchenmann hatte den Weihnachtsmann geschubst und sagte: „Endlich habe ich euch gefangen! Dieses Jahr wird Weihnachten ausfallen. Hahaha!“

In der Zelle neben dem Weihnachtsmann war der Elf und sagte traurig: „Wir kommen hier nie wieder raus. Hast du dem bösen Lebkuchenmann irgendetwas getan, weshalb er sauer auf uns ist?“

„Naja, er war immer unhöflich zu mir, und seitdem habe ich ihm nie wieder Geschenke gebracht. Vielleicht hätte ich ihm doch ein paar Geschenke bringen sollen“, antwortete der Weihnachtsmann.

Der Weihnachtsmann und der Elf beschlossen, erst einmal zu schlafen, und am nächsten Tag wollten sie schauen, wie sie wieder aus dem Schloss kamen.

Am nächsten Tag wachten sie in einem abgeschlossenen Raum auf. Der Weihnachtsmann murmelte genervt: „Na toll, wie sollen wir denn jetzt hier rauskommen?“

Dann fragte sein Elf: „Wie bist du eigentlich in das Schloss reingekommen?“

Der Weihnachtsmann erinnerte sich und schilderte: „Ich bin durch eine Falltür in einen dunklen Raum gefallen, und wenn das hier der gleiche Raum ist, können wir von innen die Falltür aufdrücken und abhauen!“

Der Elf freute sich: „Los, wir probieren es!“ Sie versuchten es, und es funktionierte!

Als sie draußen waren, rannten sie davon. Aber der böse Lebkuchenmann verfolgte sie. Auf dem Weg hielt der Weihnachtsmann noch schnell beim Postzentrum, um neue Briefe zu holen.

Der Weihnachtsmann rief: „Rudolf, komm mit meinem Schlitten und den Geschenken!“

Rudolf kam mit dem Schlitten und landete. Sofort schnappte sich der Weihnachtsmann ein Geschenk und gab es dem bösen Lebkuchenmann. Der freute sich und hörte nicht mehr auf, sich zu entschuldigen.

Der Weihnachtsmann und der Elf stiegen in den Schlitten, und während der Schlitten flog, schliefen der Weihnachtsmann und der Elf.

Der Weihnachtsmann sagte zum Elf: „Jetzt ist Weihnachten, wir verteilen die Geschenke, fliegen wieder nach Hause und haben ein halbes Jahr frei.“

Der Weihnachtsmann und der Elf verteilten alle Geschenke. Sie landeten wieder beim Hauptquartier, sprangen ins Bett und schliefen sofort ein.

Wer weiß, vielleicht bekommt ihr dieses Jahr auch Geschenke vom Weihnachtsmann und vom Elf. Der Weihnachtsmann wünscht euch Frohe Weihnachten!

ENDE!

Von Oskar aus der 5f

3. Geschichte: Weihnachten ohne Weihnachtsbaum

Weihnachten ist bei uns die schönste Zeit im Jahr. Alles wird festlich geschmückt und ist gemütlich. Wir zünden Kerzen an und alle Fenster leuchten. Ab dem 1. Advent backen wir Plätzchen, verpacken Geschenke und überlegen uns Überraschungen. Aber das Größte ist, wenn wir alle zusammen als Familie unseren Weihnachtsbaum aussuchen. Eigentlich machen wir das an dem Samstag vor dem 2. Advent, doch dieses Jahr rutschte Mama auf einer Lichtermütze meines Bruders aus. Einige Tage später bekam Mama einen Gips, der mindestens so dick war wie der Stamm eines Weihnachtsbaumes.

Ab diesem Zeitpunkt war Mama sehr genervt. Damit sie trotzdem noch Freude an der Weihnachtszeit hatte, malten mein Bruder und ich ihr einen Baum auf ihren Gips, als sie mittags ein Schläfchen hielt. Doch das half auch nicht so richtig weiter.

Von nun an musste Papa sich um viele Dinge kümmern, die Mama nun nicht mehr erledigen konnte. Immer wenn wir draußen waren, sahen wir, wie die Weihnachtsbäume allmählich weniger wurden. Also fragten mein Bruder und ich immer öfter, wann wir denn endlich unseren Baum kaufen könnten.

Wenn wir das fragten, rollte Mama die Augen und murmelte: „Wir kaufen einen Weihnachtsbaum, wenn der Gips abgemacht wird!“. Ich dachte, dass es bei uns der erste Heiligabend ohne Weihnachtsbaum werden würde. Was sollte das für ein Heiligabend werden? Wo sollten wir dann bloß unsere Geschenke hinlegen? Wo sollten die Weihnachtskugeln und die Zuckerstangen ihren Platz im Haus finden?

Endlich war der Tag gekommen, an dem wir unseren Weihnachtsbaum kaufen wollten. Doch als wir ankamen, war kein einziger Baum mehr da. Auf dem Rückweg waren wir alle sehr traurig. Doch als wir nach Hause kamen und an die Haustür gingen, sahen wir einen wunderschönen Weihnachtsbaum, an dem ein Zettel hing. Wir gingen rein und öffneten den Zettel. Auf dem Zettel stand: „Weihnachten ohne Weihnachtsbaum geht doch nicht!“ Liebe Grüße Oma und Opa.

Dank Oma und Opa war unser Weihnachten gerettet.

Von Leni aus der 5F

4. Geschichte: Teddy und der Schneemann

Eines Tages hatten Lina, Benno und ich eine Idee, denn es hatte geschneit. Lina, Benno und ich haben sich schon so lange darauf gefreut.

„Lass uns doch rausgehen und einen Schneemann bauen**,“** schlug Benno vor. „Ja, gute Idee,“ sagte ich. Dann gingen wir raus und hatten unseren Spaß, bis es langsam Abend wurde.

„Lass uns mit dem Bauch anfangen. Wer will denn machen?“, fragte ich. Benno meldete sich. „Ich,“ sagte er. „Okay, dann Benno den Bauch,“ sagte ich. „Ich mache den Kopf,“ sagte Lina. „Gut, dann mache ich die unterste Kugel,“ sagte ich glücklich.

Wir fingen an, die Kugeln zu bauen. Wir rollten kleine Schneebälle, bis sie groß wurden. „So, meine Kugel ist fertig“, sagte Lina erleichtert. „Ja, gut, dann machen wir weiter. Lina, du kannst gerne schon mal die Äste und Steine holen“, schlug ich vor. „Okay!“, rief Lina durch den Schneefall. Lina ging zu einem großen Baum und knickte Äste ab. Dann ging sie noch zu einem Kiesweg und sammelte Steine für die Knöpfe. „So, ich bin fertig. Und ihr?“, fragte Lina erwartungsvoll. „Also ich schon – und du, Benno?“, fragte ich mit einem Ast in der Hand. „Ja, bin ich,“ sprach er.

Wir bauten und bauten, bis er perfekt war. Wir gingen rein und wollten einen Topf holen. „So, hier ist ein Topf,“ erklärte ich. Lina und Benno waren bei mir.

Pang, Puff, Pam! Der Topf war auf den Boden gefallen und in Tausendteile zerbrochen. „Oh nein!“, rief ich und kratzte mir am Kopf. „Was ist passiert?“, rief meine Mutter, während sie die Treppe runter rannte. „Also, ähm?!“, sagte ich verzweifelt.

Wir rannten schnell raus. „Wir haben etwas vergessen!“, rief ich. „Benno, lauf! Ach ja! Schal und einen neuen Topf!“, fiel mir auf. Wir gingen rein und holten den Schal und den Topf.

„So, jetzt haben wir wirklich alles!“, sagte ich. Und dann… Pang, Puff, Pam! Der Schneemann ist kaputt! Oh, nein! „Es ist dunkel. Wir sehen nichts, weil es ja schon Abend ist“, erklärte ich. „Egal! Wir fangen eben wieder von vorne an!“, sagte Benno ruhig. „Okay, los geht’s!“, rief Lina auffordernd. Wir fingen von vorne an und rollten wieder Kugeln.

Ungefähr nach einer halben Stunde stand der Schneemann wieder.

„Er braucht noch einen Freund,“ schlug Lina vor. „Ich weiß auch, wer: Teddy!“, rief ich. Ich rannte hoch und holte Teddy. Jetzt waren Teddy und der Schneemann zusammen.

Von Victoria aus der 5f