2 Teams im Wettbewerb Jugend forscht/Schüler experimentieren 2022 dabei!

Gestern um 23:59 Uhr war die Deadline für das Hochladen der schriftlichen Arbeit durch die beiden Teams der Lahntalschule im Wettbewerb Jugend forscht/Schüler experimentieren. Damit lösen die Teams das Ticket für die Teilnahme am Regionalwettbewerb Hessen Mitte, der in diesem Jahr wiederholt online stattfindet.

Team 1, bestehend aus Emilia Menn (Klasse 9), Jan Josef Glöckner und Lara Henkel (beide Klasse 7), hat sich in den letzten Monaten damit beschäftigt, ein bzw. mehrere Programme für unsere humanoiden NAO-Roboter zu schreiben, die es dem Roboter ermöglichen, mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 Vokabeln zu trainieren oder einfache Dialoge auf Englisch zu führen. Dabei konnte das Team auf die Hilfe der Mitarbeiter*innen der Universität Marburg aus dem Projekt RobopraX zählen, die per Standleitung zu jeder Arbeitssitzung zugeschaltet waren und Fragen beantwortet haben. Als weitere Unterstützung war unser Alumni Jonas Bamberger mit von der Partie und hat die Schülerinnen und den Schüler in Präsenz ehrenamtlich unterstützt. Der Informatikstudent aus Marburg konnte die günstigen Verbindungen nutzen und ist nun als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni angestellt. Ein Dank geht an dieser Stelle auch an Herrn Weidmann für die technische Betreuung der Roboter und an Frau Grimmeisen für die Bereitstellung der Roboter an den Arbeitstagen. Drei besondere Learnings für das Team entsprachen weitestgehend der Realität:

  1. Derartige Anwendungen sind extrem komplex und erfordern die intensive Auseinandersetzung mit Fehlern und deren Lösungen. 2. Auffällig waren die guten Hinweise der Anwender/Testpersonen im Blackbox-Testing, die das Programmierteam teilweise nicht auf dem Schirm hatte. 3. Die Motivation, ein laufendes Programm weiter zu verbessern, ist selbstverstärkend.

Jannis Müller (Klasse 5) tritt in diesem Jahr in der Wettbewerbssparte Schüler experimentieren ebenfalls zum Themenbereich „Arbeitswelt“ an. Seine ursprüngliche Idee war der Flug zum Mars und die damit verbundene Problematik der Sauerstoffversorgung während des Fluges. Durch die Verwertung von Atemgasen der Menschen mit Hilfe von Pflanzen (Fotosynthese) sollte dies gelingen. Nach ersten Experimenten mit Efeututen in einem Mini-Treibhaus, welches von Herrn Christ der benachbarten beruflichen Schulen professionell abgedichtet wurde, war schnell klar, dass sich aus dem Treibhaus nicht nur Sauerstoff, sondern auch Wärme gewinnen lässt. So entstand die Idee, mittels Fotosynthese und Treibhauseffekt die Raumluft von Gebäuden zu verbessern und gleichzeitig anzuwärmen. Dazu hat Jannis Messungen unter verschiedenen Bedingungen durchgeführt und herausgefunden, dass die Fotosynthese von Außenvariablen wie Kohlenstoffdioxidgehalt und Belichtung abhängig ist. Mittels den Cobra-Smartsense-Bluetooth-Sensoren der Firma Phywe, die sich problemlos mit Ipad oder Smartphone koppeln lassen, konnte Jannis diese und weitere Zusammenhänge mit Daten belegen.
Nun steht am 25./26. Februar das Jurygespräch an, in welchem die Jungforscher*innen ihre Ergebnisse vorstellen und im Dialog weitere Ideen gefunden und besprochen werden.

Wir drücken euch die Daumen!

Bist du auch ein Jungforscher oder eine Jungforscherin und hast eine tolle Idee für ein Forschungsprojekt, dann melde dich im kommenden Halbjahr für die Wettbewerbe-AG an und informiere dich über interessante andere Möglichkeiten zur Teilnahme an Wettbewerben auch in anderen Fachgebieten.